
Gebt
die Gießerei
frei
Freiheit darf nicht nur die Freiheit des Kapitals bedeuten,
deshalb fordern wir Axima auf, unsere friedliche Besetzung
der alten Gießerei am Motzacher Tobelbach zu tolerieren.
Unsere Argumente:
Wer wir sind
Wir sind eine moderne Ordensgemeinschaft ohne religiöse Ausrichtung. Unsere gemeinsame Basis ist die gegenseitige Achtung von allem Leben und der freie Umgang miteinander. Unsere Beschlüsse fassen wir in wöchentlichen Versammlungen, die möglichst im Konsens entscheiden.
Was wir wollen
Wir wollen die alte Giesserei am Motzacher Tobelbach als Industriedenkmal in der jetzigen Form erhalten und zu einem Begegnungs- und Aktivitätsort für Junge und junggebliebene Menschen mit kunsthandwerklichen Werstätten, Veranstaltungs- und Versammlungsräumen und einem Gästebereich behutsam und naturnah umgestalten. Die bisherigen BesitzerInnen wollen wir entschädigen, den BewohnerInnen der einliegenden Werkswohnung ihr Heim erhalten. In den restlichen Gebäudeteilen und den anderen Gebäuden und Freiflächen des Anwesens wollen wir unseren Ordenssitz einrichten.
Was wir tun
Wir haben in der alten Gießerei zwei Räume "instandbesetzt", d.h. die kaputten Fenster mit Planen verschlossen, ein Leck an der Regenrinne gedichtet, einen vorhandenen Ofen mit Schamottmörtel und -steinen geflickt und noch mehrere andere kleine Verbesserungen vorgenommen. Noch während der Vorbereitungen zu unserer ersten Feier am 24.12.2005 wurde unsere Besetzung am 22.12. von der Polizei geräumt. Die Party fiel dann aus, und wurde am 30.4.2006 nachgeholt, wo die Ordnungshüter, die wegen der Freinacht sowieso verstärkt unterwegs waren, uns um 22:00 mit massivem Aufgebot wieder hinauswarfen. Wir sind gespannt, wann mal eine Party bis zum Ende laufen kann. Wir treffen uns jeden Mittwoch um 19:00, zur Zeit wieder im Club Vaudeville.